Lärmminderungspotenzial bei Temporeduktionen

Immer häufiger wird die Einführung von Tempo 30 als Lärmschutzmassnahme in Erwägung gezogen. Erfahrungen aus Fallstudien zeigen stark streuende akustische Wirkungen solcher Temporeduktionen. Dafür verantwortlich sind hauptsächlich der hochkomplexe Übergangsbereich zwischen Roll- und Antriebsgeräuschen, sowie der wesentliche Einfluss des Fahrverhaltens.

Lärmminderungspotenzial bei Temporeduktionen

Da herkömmliche Emissionsmodelle nicht auf den niedrigen Geschwindigkeitsbereich zugeschnitten sind, war bisher keine zuverlässige Berechnung der Emissionen möglich. Deshalb wurde im Rahmen des nationalen Forschungsprojektes VSS 2012/214 durch Grolimund + Partner AG ein Modell entwickelt, welches die Schallemissionen des Strassenverkehrs im niedrigen Geschwindigkeitsbereich spezifisch abbildet und somit eine zuverlässige Berechnung des Lärmminderungspotential erlaubt. Mit unserem Know-how und unserem grossen Netzwerk können wir Sie als Experten rund um das Thema «Tempo 30» beraten und Sie bei der Planung von konkreten Massnahmen zur Lärmreduktion unterstützen. Ausgehend von Ihrer spezifischen Ausgangssituation, können wir die Lärmwirkung für eine gewünschte Temporeduktion akustisch modellieren und bewerten. Als Resultat erhalten Sie von uns ein Faktenblatt mit der Zusammenstellung der Ergebnisse zur Lärmwirkung Ihrer Zielsituation inklusive Stellungnahme.

Planen Sie Tempo 30 einzuführen? Mit diesem von uns programmierten Tool können Sie die Wirkung der Geschwindigkeitsreduktion auf den Lärm abschätzen: https://www.ubst.bafu.admin.ch/laerm/tempo30/

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